Office PC PrimeMini 4

Optimale statt maximale Leistung

Dieser Blogpost ist ein Plädoyer für die vermeintlich schwachen CPUs da draussen :).

Die Philosophie von Prime Computer ist es, für jeden Einsatzzweck die optimale Hardware anzubieten. Man soll nicht unnötig Geld für zusätzliche Leistung ausgeben, die man in der Realität dann gar nie braucht. Andererseits soll aber auch bei Konfigurationen für weniger anpruchsvolle Anwendungen nicht am falschen Ort gespart werden.

Ausgewogene Windows-PCs, die von der Leistung der zentralen Recheneinheiten ideal für einen Office-PC sind aber bezüglich aller anderen Komponenten und der Verarbeitungsqualität auf höchstem Niveau mitspielen, sind gar nicht so einfach zu finden.

Keine Geschwindigkeitsunterschiede bei Office- und Multimedia-PCs

Ein typischer Büro- oder Multimedia-PC braucht verhältnismässig wenig Leistung. Um E-Mails zu schreiben, Youtube zu schauen oder Browser-Games zu spielen reicht ja sogar die Leistung eines Smartphone oder Tablets. Auch der PrimeMini 4 i3 kann ohne Probleme Videos in 4K und mit 60 Hertz wiedergeben. Bei typischen Office-Anwendungen wie Microsoft Office, ERP-Programmen oder Web-Applikationen wird die Leistungsgrenze des Intel i3 Prozessors des PrimeMinis nicht erreicht. Ein schnellerer Prozessor bringt keine spürbaren Verbesserungen bei diesen Anwendungen (siehe Videos). Ob man auf der Schweizer Autobahn einen VW oder einen Ferrari fährt, macht bezüglich Geschwindigkeit keinen Unterschied. Beide schaffen locker die maximal erlaubten 120 km/h. Die Zusätzliche Leistung des Ferraris bringt hier niemanden schneller ans Ziel. Der Ferrari ist aber deutlich teurer und verbraucht mehr Benzin. Genauso verhält es sich mit Prozessoren für Anwendungen, die wenig Leistung brauchen.

Wenn der Prozessor mehr als genügend Leistung erbringt, wird es umso wichtiger, dass keine anderen Komponenten das Gesamtsystem ausbremsen. Der i3 Prozessor des PrimeMini 4 bewätigt eine 4K Videowiedergabe mit 60 Hertz ohne Probleme, allerdings bietet beispielsweise HDMI erst ab der modernen Version 2.0 4K-Auflösung mit einer Bildwiederholrate von 60 Hertz. Der i3 muss also in einem qualitativ hochwertigen Motherboard verbaut sein, das diese HDMI-Version an Board hat.

Mehr zu HDMI und 4K: Link

Natürlich gibt es auch Anwendungen für Office-PCs, wo es absolut Sinn macht einen teureren Prozessor zu bestellen. Wer zum Beispiel mit Adobe Premiere Filme bearbeitet oder im Adobe Illustrator aufwendige Grafiken gestaltet, wird die Mehrleistung eines i7 Prozessors deutlich spüren. Hier lohnt sich der Aufpreis für die leistungsstärkere CPU.

Wichtig ist also, dass man die Anforderungen an seinen zukünftigen PC kennt, um die ideale Konfiguration bestellen zu können. Gerade auch aus diesem Grund arbeitet Prime Computer mit ausgewählten IT-Partnern zusammen. Dort erhalten die Endkunden eine kompetente Beratung, welcher Prime Computer Mini-PC das ideale Paket ist für die jeweils individuellen Anforderungen. Bei allen Partnern können die Computer direkt bestellt werden.

Im ersten Video ist die CPU, RAM und GPU Auslastung eines Intel Core i3-7100u zu sehen bei typischen Office- und Multimedia Aufgaben zu sehen. Im zweiten Video die Auslastung eines Intel Core i7-7567u bei den genau gleichen Aufgaben. Ausser bei der Pixel-Neuberechnung eines Bildes mit Photoshop sind keine spürbaren Geschwindigkeitsunterschiede zu sehen.

Das Screenrecording-Programm braucht relativ viel CPU-Power. Zudem kann es nicht in 4K aufnehmen, deshalb sind die 4K-Aufnahmen von der Bildqualität und der „Flüssigkeit“ der Wiedergabe nicht repräsentativ. Die CPU-Auslastung ist aber nicht verfälscht.

Verkannte Mittelklasseprozessoren

Prozessoren der mittleren Leistungsklasse, wie der Intel Core i3, haben bei vielen Konsumenten einen schlechten Ruf, woher kommt das?

Der Intel I3 Prozessor wird von anderen Herstellern meistens mit billigen bzw. schlecht ausgewogenen weiteren Komponenten verkauft. Er wird oft immer noch nur mit einer HDD und wenig oder langsamem RAM ausgeliefert. Häufig sind auch minderwertige Mainboards in i3-Systemen verbaut, so dass veraltete Anschlüsse geliefert werden, die dann den Flaschenhals bilden. Hochwertige Gehäuse, egal ob Notebook oder Mini-PC, werden nicht selten nur mit i7 oder allenfalls i5 Prozessoren verkauft.

Das Marketing der grossen PC-Hersteller zielt oft auf maximale Leistung ab. Wenn man nur etwas mehr ausgeben würde, dann bekomme man einen leistungsfähigeren Chip, was in jedem Fall eine Verbesserung sei. Viele PC-Käufer entscheiden sich dann für die teurere und leistungsstärkere Variante, um auf Nummer sicher zu gehen, ohne abzuklären, ob die zusätzliche Leistung überhaupt jemals gebraucht wird. Diese weit verbreitete Annahme „Mehr (Leistung) ist immer besser“, stimmt erstaunlicherweise bei IT-Hardware gerade nicht.

Zudem ist der Intel Core i3 Prozessor bereits ein Mittelklassechip im Portfolio des weltgrössten CPU Herstellers Intel. Die Einsteigerchips, auch für Office-Systeme, bilden die Intel Celeron und Intel Pentium Prozessoren.

Intel Core i3
PrimeMini 4 i3

Das Gesamtpaket ist entscheidend

Der PC als Gesamtpaket ist entscheidend und nicht einzelne Komponenten, die maximiert sind. Eine SSD als Festplatte macht selbst in einem Office-PC einen spürbaren Unterschied zu einer HDD aus. Auch 8 GB RAM sind heute das Minimum für eine stets flüssige Performance des Systems. Allein der Browser kann schon einiges an RAM beanspruchen, wenn man z.B. viele Tabs offen hat oder anspruchsvolle Seiten/Programme direkt im Browser ausführt. Auch bei gleichzeitiger Verwendung mehrerer Programme muss man mit 8 GB RAM keine Kompromisse eingehen. Deshalb verbaut Prime Computer nur SSDs als Datenspeicher und minimal 8 GB RAM.

Bei Prime Computer werden auch bei den i3-Geräten die gleichen, hochwertigen Gehäuse und Mainboards verbaut, wie bei den teureren Core i7 Modellen. Bezüglich Konnektivität, Zuverlässigkeit und Verarbeitungsqualität werden hier keine Abstriche gemacht. Die einzigartigen Eigenschaften, wie Lautlosigkeit, Schmutz- und Staubresistenz oder den super kompakten Formfaktor besitzen alle Prime Computer Mini-PCs, egal welche CPU verbaut ist.

Zum Gesamtpaket eines guten Office-PCs gehört natürlich auch das Betriebssystem. Bei Windows stellt sich die Frage, ob die Pro-Version installiert werden muss oder ob die zusätzlichen Features gegenüber der günstigeren Home-Version gar nicht benötigt werden. Auch hier gilt, falls Windows Home bereits alle Bedürfnisse abdeckt, kann man guten Gewissens zu dieser günstigeren Version greifen.

Eine Übersicht der Unterschiede von Windows Pro und Home findet sich hier: Link

Zukunftssicherkeit

Ein viel gehörtes Argument für einen überdimensionierten PC ist die scheinbar bessere Zukunftssicherheit des Systems.

Eine Investition in Hardware, die aktuell (noch) nicht benötigt wird, lohnt sich in der Praxis jedoch selten. Wichtiger ist das genaue Abklären der Bedürfnisse beim Kauf des Computers. Wenn man sicher ist, dass eine bestimmte Schnittstelle, eine gewisse Menge RAM oder CPU-Leistung auf jeden Fall in absehbarer Zeit benötigt wird, dann kann und sollte man das System natürlich auch direkt dafür auslegen. Etwas zu kaufen, nur weil es eventuell mal gebraucht werden könnte, stellt sich in den meisten Fällen allerdings später als Fehlinvestition heraus. Der im PrimeMini 4 i3 verbaute Prozessor wird auch in 7 Jahren noch für einen Office-PC genügen. Zudem können RAM und SSD-Speicherplatz bei Bedarf problemlos aufgerüstet werden.

Fazit

Es lohnt sich mehr sein Geld für einen ausgewogenen, qualitativ hochwertigen PC mit idealer Leistung auszugeben, als für das gleiche Geld einen PC zu kaufen, der zwar auf dem Datenblatt stärker ist, dessen Mehrleistung aber gar nie gebraucht wird. Bei diesen PCs wurde oft an anderer Stelle gespart, zum Beispiel beim Gehäuse und der allgemeinen Verarbeitungsqualität. Auf dem Datenblatt ist dies nicht zu sehen, im Alltag wird man es aber viel eher bemerken als vermeintlich fehlende Leistung.

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